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Hilfe bei Fieberblasen

Fieberblasen © Angel Simon - Fotolia.comSchmerzhafte mit klarer Flüssigkeit gefüllte Bläschen, welche stark spannen und nach einigen Tagen aufplatzen sind die klassischen Charakteristika einer Fieberblase. Aus medizinischer Sicht spricht man von Herpes labialis, welcher durch den so gennanten Herpes simplex Virus Typ I ausgelöst wird. 90% der Bevölkerung sind im Lauf ihres Lebens bereits einmal mit dem Virus in Kontakt gekommen. Obwohl unser Immunsystem Tag und Nacht daran arbeitet unseren Organismus frei von gefährlichen Erregern zu halten, gelingt es einigen Viren immer wieder unbemerkt im Körper zu überleben. In der kalten Jahreszeit, oder wenn wir besonderem Stress ausgesetzt sind und unser Immunsystem nicht seine volle Leistungsfähigkeit erbringen kann, nutzen die Herpes Viren die Gunst der Stunde und gehen zum Angriff über.

Wie viele andere Viren kann auch der Herpes simplex Virus über einfache Tröpfcheninfektion übertragen werden. Ein unbedachter Huster, das gemeinsame Benutzen eines Trinkglases oder so etwas Angenehmes wie ein Kuss kann zum Ausgangspunkt einer neuen Fieberblase werden. Normalerweise verschwinden Fieberblasen ohne größere Komplikationen nach wenigen Tagen, bei besonders immungeschwächten Personen (HIV, chronisch Kranke, Tumorpatienten, Alkoholiker) kann es mitunter jedoch zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen. Manchmal kommt es dabei zu einer Infektion der Augen, oder zur gefürchteten Herpes-Enzephalitis (= Gehirnentzündung), welche häufig zum Tod der Patienten führt. Auch bei Herpes genitalis in der Schwangerschaft besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für das Neugeborene beim Passieren des Geburtkanals, weshalb in diesen Fällen häufig ein Kaiserschnitt notwendig wird.

Tipps um Fieberblasen zu vermeiden:

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